Saupacker vom Spessarträuberland

Bianca & Michael Hirsch

Grabenweg 2

63874 Dammbach

hirschls@freenet.de
(Tel.: 06092-823373)

Kind und Hund

Hunde machen glücklichere,

gesündere und seelisch stärkere Kinder.

 

Der Saupacker ist ein Familienhund. Geduldig, aufmerksam, gutmütig aber auch sensibel.

Er ist aufgrund seiner Ausgeglichenheit sehr anpassungsfähig und findet bei guter Sozialisierung schnell sein Plätzchen zwischen Erwachsenen, Kindern und anderen Tieren die im Haushalt leben.

Das A und O ist aber die Beziehung und Sozialisierung des Hundes.

Wie bei allen anderen Rassen ist es wichtig an einer vetrauensvollen Beziehung zu seinem Hund zu arbeiten.

Der Hund muss wissen dass er sich auf uns verlassen kann und keine Situation selbst regeln muss.

Der Grundstein für all das wird im Welpen- bzw Junghundalter gelegt.

Beziehungsarbeit!

 

 

 

Ein Teil ist sicher die “Erziehung” im Sinne von Erlernen der Grundkommandos (sitz, platz, aus, komm, fuss, etc.) die dem Junghund spielerisch beigebracht werden können.

Zum anderen spielt die Sozialisierung mit Mensch und Hund ein tragende Rolle.

Dies verleiht dem Hund Selbstsicherheit, Souveränität und somit Gelassenheit.

Der Vierbeiner lernt die Welt mit uns an seiner Seite kennen und erfährt Sicherheit durch unsere Führung.

Ein Hund muss sich auf seinen Menschen verlassen können und sich in neuen Situaionen an ihm orientieren können.

Dies bedarf keiner speziellen Lernübungen im eigentlichen Sinne, allein die Einbindung des Tieres in den Familienalltag setzt Grundsteine.

Konsequenz und Klarheit sind die Zauberworte.

 

Der Saupacker geht eine tiefe Bindung zu “seinem” Menschen ein und fühlt sich als Familienmitglied.

Er liebt Streicheleinheiten und möchte “dabei” sein.

Kindern gegenüber ist er aufgeschlossen, souverän und geduldig. Man kann schon fast sagen dass er die Nähe zu Kindern sucht.

Auf unsere Saupacker kann man sich verlassen.

Die hohe Reizschwelle, die gutmütige Grundstruktur und die Kinderliebe dieser Hunde sind beeindruckend und gehören mit viel Respekt und Liebe gezollt!

 

Grundsätzlich gilt jedoch, die Gutmütigkeit und Gelassenheit dieser Tiere nicht “auszunützen”. Hunde sind kein Spielzeug, kein Turngerät und kein Versuchsobjekt.

Der Hund hat Rechte und Ressourcen, die wir für ihn festlegen und verteidigen!

 

- er hat seinen Platz/Rückzugsort der für das Kind tabu ist

- wenn der Hund frißt oder schläft sollte er in Ruhe gelassen werden

- es gibt Hundespielzeug und Kinderspielzeug, die Ressourcen sind klar verteilt

- der Hund darf gestreichelt und gebusselt werden, grobes an den Ohren oder Lefzen ziehen usw. muss unterbunden werden.

- wenn das Kind den Hund “bedrängt” sollte das Kind aus der Situation genommen werden, nicht der Hund weggeschickt werden

- Achte die Rechte und die Persönlichkeit des Hundes.

Ein Hund der in solchen Situationen sich selbst überlassen wird “regelt” die Situation auch irgendwann selbst.

Und der Hund spricht nun mal nur hündisch...

 

Im Gegenzug dazu:

- die Eltern erziehen das Kind! Es ist nicht der "Welpe" des Hundes

- der Hund sollte das Kind nicht bewachen (Beispiel: Ablegen vor dem Kinderwagen, Ablegen vor dem Kind wenn Besuch kommt,usw). Es ist mein Menschenkind, ich beschütze und erziehe es.

- das Kind einzugrenzen muss sofort unterbunden werden (umkreisen, beim Rennen anrempeln, dem Kind den Weg abschneiden, auf das Kind gezielt zu rennen).

Beiläufig und ruhig den Hund beiseite nehmen –> ich kümmere mich darum, das ist mein Kind.

- Kinderspielsachen sind tabu

- dem Kind darf kein Essen abgenommen werden

 

 

 

Wir als Eltern sind verpflichtet die Rechte und Ressourcen beider klar festzulegen und durchzusetzen. Gezieltes, ruhiges Eingreifen macht den Standpunkt für Kind und Hund klar und nachvollziehbar.

 

Der Molosser neigt zur stoischen Dickschädelichkeit.

Dies ist keinesfalls mit Ignoranz oder Aufmüpfigkeit zu verwechseln.

Die Molosser-Leitung ist eben manchmal etwas länger...

Umso wichtiger ist deshalb die schon erwähnte Konsequenz. Das Kommando wird so lange gegeben bis der Hund es ausführt (wenn es ihm in der Situation möglich ist).

Übertriebene Strenge oder gar Gewalt hat in der Erziehung eines Hundes nichts zu suchen.

Der Saupacker ist sensibel und orientiert sich sehr stark an einer souveränen Führung.

Liebe und Konsequenz reichen aus um einen wesensfesten, verlässlichen Familienhund an seiner Seite zu haben.

Ich muss mich auf meinen Hund verlassen können.

 

Da der Saupacker ein sehr imposantes Erscheinungsbild hat, ist es unsere Pflicht als verantwortungsbewußte und stolze Hundebesitzer den Hund verlässlich zu erziehen.

In der heutigen Zeit ist es wichtig positive Signale im Sinne des Hundes zu setzen.

Eine gute und konsequente Erziehung kommt dem Vierbeiner nur zu Gute.

Darauf kann eine wunderbare Hund-Kind-Beziehung aufgebaut werden.

Der Saupacker möchte Begleiter sein und Freund des Kindes!

Schöne Spaziergänge bei denen er mit seinem Freund die Welt erkunden kann, Spieleinheiten und Freude am Leben, das vereint Kind und Hund!

 

 

 

Tiere nehmen mehr wahr als wir Menschen uns vorstellen können.

Ein Hund kann sehr wohl das Alter des Kindes einschätzen (und somit auch seine Präsenz).

Zwar nicht in unserem menschlichen Altersraster, aber in seiner Hundewelt.

Anhand des Körpergeruches ist der Hund in der Lage den Hormonstatus des Kindes zu “lesen” und somit auch eine Kategorisierung vorzunehmen.

Dazu kommen dann noch Aussehen (Kindchenschema), Bewegungsabläufe, Mimik und Dynamik usw des Kindes.

Anhand dieser Merkmale macht sich der Hund sein Bild und weiß "was" er vor sich hat.

Somit kommt es auch immer auf das Alter des Kindes an, wie sich das Zusammenleben gestaltet.

Bei dem Zusammenleben mit einem Baby sollten wir als Eltern dem Hund klare Grenzen setzen. Manchmal muss ihm auch Rücksichtsnahme abverlangt werden, da das Baby/Krabbelkind vieles noch nicht versteht und dadurch Grenzen nicht sofort einhalten kann. D.h. wir müssen uns auf unseren Begleiter auch ein Stück weit verlassen können.

Der Hund muss erkennen, dass er keinen Erziehungsauftrag hat, denn das Baby gehört zu Herrchen und Frauchen.

Gemeinsame Aktivitäten, Schmusen und Spielen suggeriert unserem Vierbeiner Zusammengehörigkeit und Beziehung!

Kleinkinder sind oft sehr dynamisch, laut und aktiv, sie genießen ihr Leben und freuen sich an ihrer “körperlichen Unabhängigkeit”.

Dies kann für den Hund anstrengend sein; es ist wichtig, dass er einen Rückzugsort hat.

Dort kann er Ruhe halten und sich entspannen.

Das ist sein Hoheitsgebiet, das Kind muss schon im frühen Kindesalter lernen dies zu respektieren. Der Hund wird sich über Spaziergänge mit seinem kleinen Freund freuen und ihm “seine” Welt gerne zeigen.

Ältere Kinder (ab der Pubertät) werden aufgrund des Hormonstatus anders wahrgenommen.

Oft wird eine Verhaltensänderung des Hundes festgestellt wenn die Kinder in die Pubertät kommen.

Das “Kind” verändert in den Augen des Hundes sein Standing.

Jetzt ist die Zeit gekommen in der Hund und Kind miteinander trainieren können, Kurse in Hundeschulen belegen können und die Jugendlichen mit dem Hund richtig arbeiten können.

Der Hund wird dies akzeptieren und gerne neue Herausforderungen mit dem Jugendlichen angehen.

Die Beziehung verändert sich.(Auch schon vorher können Kinder natürlich mit ihrem Hund Übungen machen und sich mit ihm auf diese Weise beschäftigen, für den Hund wird es aber nun einen anderen Stellenwert haben).

 

 

 

Egal in welchem Alter sich Hund und Kind zueinander befinden, ist es immer wichtig dass sie die Möglichkeit haben sich unter Aufsicht miteinander zu beschäftigen.

Dies stärkt die Beziehung und die Zusammengehörigkeit.

Auch ein Hund empfindet das Gefühl "Liebe", eben auf seine Art, und dies zu erleben ist das schönste der Welt.

Diese Verbundenheit ist nahezu bedingungslos und es ist unsere Aufgabe als Eltern dies zu unterstützen und zu wahren. Das sollte unser Ziel sein!

 

Unsere Saupacker brauchen das Gefühl dazuzugehören und angenommen zu werden, dann sind sie die treusten Begleiter mit all ihren positiven Persönlichkeitsmerkmalen.

 

Der Saupacker liebt seine Gewohnheiten.

Sein Stammplätzchen, seine Futterstelle, seinen Tagesablauf und seine Menschen.

Wenn nun die Geburt eines Kindes ansteht wird sich evtl. viel für ihn verändern.

Sinnvoll wäre es, wenn die Veränderungen schon vor der Geburt des Kindes eingeläutet werden, damit der Hund nicht alles mit dem Baby in Verbindung bringt.

Wenn man z.b. die Wohnung etwas umgestalten muss sollte man das schon während der Schwangerschaft tun, um dem Hund auch die Zeit zu geben sich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen.

Der Hund sollte auch schon bevor das neue Familienmitglied einzieht wissen, dass das Kinderzimmer für ihn tabu ist.

Spaziergänge mit Kinderwagen können vorher schon geübt werden. Der Stubenwagen kann schon platziert werden damit der Hund sich an das “Ungetüm” gewöhnt.

Vorbereitung ist wichtig und fair.

Wenn ein Welpe in eine Familie kommt in der schon Kinder zu Hause sind, ist es sinnvoll die Kinder gut und verantwortungsbewußt auf den Welpen vorzubereiten, die “Verhaltensregeln” festzulegen und den Kindern auch altersgerechte Aufgaben zuzuteilen.

Je nach Alter des Kindes sollten auch entsprechende Pflichten besprochen werden, damit das Kind Verantwortung übernehmen kann.

Der Saupacker ist vom ersten Tag an ein geselliges, friedliches Familienmitglied der sich gerne den Kindern anschließen wird.

Die Interessen sind ja oft ähnlich.

 

Der Saupacker ist ein sehr großer schwerer Hund der den Kindern körperlich überlegen ist und bleibt.

Das bedeutet für uns Eltern, dass die Verhaltensregeln (wie oben grob beschrieben) für beide klar definiert sein sollten und eingehalten werden müssen.

Die Verantwortung tragen immer wir Eltern!

Jedoch bringt der Saupacker so viel Geduld, Kinderliebe und Toleranz mit, dass einer wunderbaren Kind-Hund-Beziehung nichts im Wege steht und alle sehr von dieser Liebe profitieren werden.